Gesundheits- und Kleiderreform

Christliche Mäßigkeit hat mit allen Belangen unseres Lebens hier auf der Erde zu tun und erkennt die enge Beziehung an, die zwischen den geistlichen, geistigen und körperlichen Aspekten unseres Seins besteht. Der Zustand des Körpers beeinflusst den Geist, der Zustand aber des Geistes beeinflusst nicht nur den Körper, sondern auch die geistliche Beziehung des Menschen zu Gott. Wahre Mäßigkeit kann als ein vollkommener Verzicht auf alle Dinge, die schädlich sind, und das besonnene Verwenden der Dinge, die gesund sind, definiert werden. Der allgemeine Grundsatz bezüglich der Mäßigkeit in allen Dingen wurde im Wort Gottes beschrieben. 1. Korinther 10, 31; 2. Petrus 1, 5-8.

Eine Lehre von den griechischen Athleten

„Unter Hinweis auf diese Wettläufe als ein Bild für den Kampf des Glaubens hob Paulus hervor, wie wichtig gute Vorbereitungen für den Erfolg der Wettkämpfer sind: strenge Selbstzucht, Enthaltsamkeit in der Ernährung und maßvolle Lebensweise. ‚Ein jeglicher aber, der da kämpft‘, erklärte Paulus, ‚enthält sich alles Dinges.’ (1. Korinther 9, 25.) Die Läufer verzichteten auf jeden Genuss, der ihre körperlichen Kräfte hätte schwächen können, und suchten durch anhaltendes, straffes Training ihre Muskeln zu stärken, damit sie am Wettkampftage ihrem Körper das Äußerste abverlangen konnten. Wie viel wichtiger ist es dann für den Christen, seine Begierden und Leidenschaften der Vernunft und dem Willen Gottes unterzuordnen, steht doch bei ihm das ewige Heil auf dem Spiele! Niemals darf er seine Aufmerksamkeit durch Vergnügungen, Genusssucht oder Bequemlichkeit ablenken lassen. All seine Gewohnheiten und Neigungen gehören unter strenge Selbstzucht. Ein durch das Wort Gottes erleuchteter und vom Heiligen Geist geleiteter Verstand muss über alles die Kontrolle ausüben…

Paulus zeigt ferner den Unterschied auf zwischen dem verwelkenden Lorbeerkranz des Siegers eines Wettlaufs und der unvergänglichen Krone der Herrlichkeit für alle, die den Glaubenskampf siegreich bestehen. Jene setzen sich ein, so sagt er, ‚dass sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen’. (1. Korinther 9, 25.) Die griechischen Wettläufer scheuten weder Mühe noch Disziplin, um einen vergänglichen Preis zu erwerben. Wir aber streben nach einem unendlich wertvolleren Preis, nach der Krone des ewigen Lebens. Wie viel sorgfältiger sollten wir uns da bemühen, wie viel mehr sollten wir zu Opfer und Selbstverleugnung bereit sein!“ – Das Wirken der Apostel, S. 310. 311.

Gesundheitsreform aus biblischer Sicht

Da ein gesunder Geist in großem Maße von einem gesunden Körper abhängt, hat die Gesundheitsreform ihren Platz im Erlösungsplan. Prediger 10, 17; 3. Johannes 2; 1. Thessalonicher 5, 23. Das Wort Gottes ermahnt uns nicht nur, auf unsere Seele, sondern auch auf unseren Körper zu achten. Römer 12, 1; 1. Korinther 3, 16. 17; 9, 25. 27.

Die allgemeinen Grundsätze, die in dem Worte Gottes hervorgehoben werden, beziehen sich auf das Essen und Trinken und auf alles, was unsere körperliche, geistige oder geistliche Gesundheit betrifft. 1. Korinther 10, 31.

Als ein Teil der dritten Engelsbotschaft ist die Gesundheitsreform eng mit ihr verknüpft, wie der rechte Arm mit dem Körper (vgl. Offenbarung 14, 12; 2. Petrus 1, 6). 2. Mose 15, 26; Sprüche 3, 7. 8; 4, 20-22.

Die Gesundheitsreform ist gleichzusetzen mit dem mäßigen Gebrauch von guten Dingen. Wahre Mäßigkeit verlangt völlige Enthaltsamkeit von allen Dingen, die für den menschlichen Körper schädlich sind, wie beispielsweise: Fleischgerichte (Fisch eingeschlossen), tierisches Fett, schädliche Chemikalien, die in den Fertiggerichten enthalten sind (wie etwa Mono-Sodium Glutamat), alkoholische Getränke, schwarzer Tee, Kaffee, koffeinhaltige Getränke, Tabak, Drogen und Ähnliches. Da auch die längste Liste immer noch unvollständig wäre, führen wir hier nur einige Beispiele an. Hunderte neuer Produkte werden Jahr für Jahr auf den Markt gebracht; deshalb sollte jede Person für sich selbst herausfinden, welche davon abgelehnt werden sollten. Vergleiche mit den Beispielen in Richter 13, 4. 7; Daniel 1, 8. 12-16. 20.

Auch eheliche Ausschweifungen und alle Formen sexueller Perversion werden vom Worte Gottes verurteilt. 1. Thessalonicher 4, 3-5; 2. Korinther 7, 1; Römer 1, 24. 26. 27; 13, 11-14; 1. Petrus 4, 2. 3.

„Wenn es je eine Zeit gab, in der die Kost so einfach wie möglich sein sollte, so ist es die heutige. Unseren Kindern sollten wir kein Fleisch vorsetzen; denn der Einfluss der Fleischnahrung erregt und stärkt die niederen Leidenschaften, ja er ist sogar imstande, die sittlichen Kräfte abzutöten. Getreidespeisen und Früchte, ohne tierisches Fett zubereitet und in möglichst natürlichem Zustand belassen, sollte die Nahrung sein, die von denen bevorzugt wird, die sich auf die Verwandlung vorbereiten. Je leichter die Kost ist, umso besser können die Leidenschaften beherrscht werden. Es darf niemals in Betracht kommen, den Appetit ohne Rücksicht auf die körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu befriedigen.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 2, S. 349.

„Gott fordert von seinen Kindern, sich von jeglicher Unreinheit an Körper und Geist zu reinigen und ihre Heiligkeit in der Furcht des Herrn zu vervollkommnen. Alle, die gleichgültig sind, sich von diesem Werk entschuldigen und darauf warten, dass der Herr für sie tue, was sie selbst für sich verrichten sollten, werden für zu leicht befunden, wenn die Frommen dieser Erde, die seine Urteile ausgeführt haben, am Tag des Zornes Gottes in ihm geborgen sind.“ – Counsels on Diet and Foods, S. 33.

„Wer heilige Verantwortung trägt, sollte strikte Enthaltsamkeit üben, damit er klar zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann und genug Grundsatztreue wie auch Weisheit besitzt, um gerecht und barmherzig zu urteilen und zu handeln. Die gleiche Verpflichtung haben alle Nachfolger Christi. Der Apostel Petrus sagt: ‚Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums.’ (1. Petrus 2, 9.) Gott verlangt von uns, alle Kräfte in der bestmöglichen Verfassung zu erhalten, damit wir unserem Schöpfer in annehmbarer Weise dienen können.“ – Patriarchen und Propheten, S. 339. 340.

„Eine völlige Übereinstimmung mit den Forderungen Gottes ist für die Gesundheit von Körper und Geist von Nutzen. Um die höchste Stufe an sittlicher und intellektueller Erkenntnis zu erreichen, ist es notwendig, Weisheit und Kraft von Gott zu erbitten und strenge Mäßigkeit in allen Gewohnheiten des Lebens einzuhalten.“ – Counsels on Diet and Foods, S. 32.

„Wir möchten Mäßigkeit und Gesundheitsreform vom biblischen Standpunkt aus erläutern, und sehr vorsichtig sein, nicht in Extreme zu verfallen, indem wir zu schroff für die Gesundheitsreform eintreten. Lasst uns Acht geben, dass wir der Gesundheitsreform nichts beifügen, was unseren eigenen, sonderbaren, überspannten Ideen entspringt und nicht unsere eigenen heftigen Charakterzüge hineinzuweben, sie zu Gottes Stimme zu machen und alle zu verurteilen, die nicht so denken wie wir.“ – SM 3, p. 284.

„Die Gesundheitsreform ist ein Teil des großen Werkes, das ein Volk auf das Kommen des Herrn vorbereiten soll. Sie ist genauso eng mit der dritten Engelsbotschaft verknüpft, wie die Hand mit dem Körper. Das Gesetz der Zehn Gebote wurde vom Menschen nur wenig beachtet, trotzdem wird der Herr nicht kommen, um die Übertreter des Gesetzes zu bestrafen, ohne ihnen vorher eine Warnungsbotschaft gesandt zu haben. Männer und Frauen können nicht, indem sie einem verdorbenen Appetit oder irgendwelchen Leidenschaften nachgeben, das Naturgesetz übertreten, ohne dabei auch das Gesetz Gottes zu übertreten. Deshalb hat er das Licht der Gesundheitsreform auf uns scheinen lassen, damit wir die Sündhaftigkeit der Übertretung der Gesetze, die er in unseren Körper eingepflanzt hat, erkennen.“ – Counsels on Health, S. 20.

„In den Zehn Geboten hat Gott die Gesetze seines Reiches niedergelegt. Jede Übertretung der Naturgesetze ist eine Übertretung des Gesetzes Gottes.“ – Bibelkommentar, S. 40.

„Die Gesetze, welche die physische Natur beherrschen, sind in ihrem Ursprung und Charakter ebenso göttlich wie die zehn Gebote. Der Mensch ist wunderbar gemacht; denn Jehova hat sein Gesetz mit seiner eigenen, mächtigen Hand, jedem Teil des menschlichen Körpers aufgeprägt.

Es ist genauso Sünde die Naturgesetze zu übertreten, wie eines der zehn Gebote zu brechen, denn wir können weder das eine noch das andere tun, ohne an Gottes Gesetz schuldig zu werden.

Der Mensch sündigt gegen Gott, wenn er sorglos und unachtsam in seinen Gewohnheiten und Handlungen ist, die sein physisches Leben und seine Gesundheit betreffen.
Eine Übertretung dieser Gesetze ist eine Verletzung des unveränderlichen Gesetzes Gottes, und die Strafe wird mit Sicherheit folgen.“ – Gesundes Leben, S. 21.

Die christliche Mäßigkeit umfasst unsere gesamten Lebensgewohnheiten und unser Wohlergehen. Daher empfehlen wir zu diesem Punkt folgende Literatur: In den Fußspuren des großen Arztes, Counsels on Health, Counsels on Diet and Foods, Mäßigkeit (Der Weg zur Gesundheit), Christian Temperance and Bible Hygiene und Gesundes Leben.

Unser Körper

Unser Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes. 1. Korinther 3, 16. 17; 6, 19. 20. Deshalb ist es unsere Pflicht vor Gott, nicht nur sehr sorgfältig unsere geistliche Gesundheit zu erhalten, sondern auch auf unsere körperliche Gesundheit zu achten. Alle, die der Heilige Geist leitet, werden den Grundsätzen der christlichen Mäßigkeit, welche eine Frucht des Geistes ist, entsprechen. Apostelgeschichte 24, 25. Galater 5, 22. 23.

Der Genuss von Fleisch in den letzten Tagen

Obwohl der Genuss vom Fleisch der „reinen Tiere“ in den Tagen der Apostel geduldet wurde, ist es die Absicht des Evangeliums, alles – und damit auch die Ernährung, wie sie im Garten Eden war – wiederherzustellen. Apostelgeschichte 3, 19-21. Wie der Herr von seinem Volk erwartete, den Genuss von Fleisch vor dem Einzug ins Land Kanaan aufzugeben, so verlangt er von uns in der Endzeit, als Teil unserer Vorbereitung auf das Kommen Christi und das himmlische Kanaan, jegliche Fleischgerichte von unserem Tisch zu verbannen. 4. Mose 11, 4-20. 32-34; Psalm 78, 17-32; 106, 14. 15; 1. Korinther 10, 5. 6. 11 (vgl. Jesaja 22, 12-14. 20-22; Offenbarung 3, 7. 8). Das Zitat in Jesaja 22, 12-14 ist vor allem auf die Zeit des Untersuchungsgerichtes anzuwenden, dass im Jahre 1844 begann.

Diejenigen, die fortfahren, Schweinefleisch, Meerschweinchen, Ratten oder andere Abscheulichkeiten und / oder verbotene Dinge zu essen, obwohl sie sich des Verbotes bewusst sind, werden vernichtet werden. 3. Mose 11, 7; Jesaja 66, 15-17 (vgl. 2. Thessalonicher 1, 7-9); Apostelgeschichte 15, 20; 3. Mose 3, 17.

Die Anweisungen des Geistes der Weissagung, in Bezug auf das Fleischessen in diesen letzten Tagen, stimmen mit der Bibel überein:
„Du wirst vielleicht fragen: Wirst du dich ganz von dem Fleischgenuss trennen? Ich antworte: Es wird schließlich dazu kommen, aber wir sind bis jetzt nicht auf diesen Schritt vorbereitet. Das Fleischessen wird schließlich aufhören. Das Fleisch von Tieren wird nicht länger Teil unserer Nahrung sein, und wir werden die Metzgerei mit Abscheu betrachten.“ – Counsels on Diet and Foods, p. 407 (1884).

„Sein Volk wird kein Fleisch verwenden.“ – Bewusst Essen S. 47 Nr. 115 (1884).

„Diejenigen, welche auf das Kommen des Herrn warten, werden nach und nach das Fleischessen aufgeben. Das Fleisch wird nicht länger Bestandteil ihrer Nahrung sein. Wir sollten uns dieses Ziel stets vor Augen halten und uns beständig bemühen, auf seine Verwirklichung hinzuarbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gewohnheit des Fleischessens mit dem Licht in Einklang steht, das uns Gott geschenkt hat.“ – Bewusst Essen S.172, Nr.651 (1890).

„Die Frage der Fleischnahrung ist eine ernste Angelegenheit. Sollen sich Menschen vom Fleisch toter Tiere ernähren? Aufgrund der von Gott offenbarten Erkenntnis lautet die Antwort ganz entschieden ‚nein’.“ – Bewusst Essen, S. 179, Nr. 675 (1897).

Obwohl das Licht über die Gesundheitsreform zu dem Zeitpunkt schon gegeben war, und die Hauptgründe, warum auf den Genuss von Fleisch völlig verzichtet werden sollte, genannt worden war, so war das Adventvolk zur Jahrhundertwende (1899-1900) doch noch nicht dazu bereit, das Licht über die Ernährungsfrage anzunehmen.

„Mein Bruder, du musst die Ernährungsfrage nicht zu einem Prüfstein der Gemeindemitgliedschaft machen.“ – Counsels on Diet and Foods, p. 205 (1901).

„Diejenigen, die Fleischnahrung gebrauchen, verachten all die Warnungen, die Gott diesbezüglich gegeben hat. Sie haben keinen Beweis, dass sie auf sicheren Wegen wandeln.“ – Counsels on Diet and Foods, p. 205 (1902).

„Zu diesem Zeitpunkt der Weltgeschichte ist es eine Entehrung Gottes, Fleisch zu essen. Das Essen von Fleisch und der Genuss von Alkohol sind es, die unsere Welt heute wieder in den Zustand, ‚wie er in den Tagen Noahs war’, zurückversetzen.“ – Bible Training School, July 1, 1902.

„…Viele, die in der Frage des Fleischessens nur halb bekehrt sind, werden Gottes Volk verlassen und nicht mehr mit ihm wandeln.“ – Bewusst Essen S. 173, Nr. 655 (1902).

„Es ist mir deutlich gezeigt worden, dass das Volk Gottes eine entschiedene Haltung gegen das Fleischessen einnehmen sollte.“ – Bewusst Essen S. 174, Nr. 656 (1902).

„Es geschieht zu ihrem Wohl, wenn der Herr der Gemeinde der Übrigen den Ratschlag gibt, auf den Genuss von Fleisch, schwarzem Tee, Bohnenkaffee und anderen schädlichen Nahrungsmitteln zu verzichten. Es gibt genügend andere gesunde und bekömmliche Nahrungsmittel, von denen wir uns ernähren können.“ – Bewusst Essen S. 173, Nr. 654 (1908).

Im Jahr 1909 wurde die Gemeinde angewiesen, „den Genuss von Fleischspeisen nicht zu einem Prüfstein der Gemeindemitgliedschaft zu machen“ (Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 9, S. 153), weil viele Prediger und leitende Brüder immer noch Fleisch aßen. Aus diesem Grund konnte die streng vegetarische Ernährungsweise kein Prüfstein für neue Mitglieder sein. „Die Zeit aber ist noch nicht gekommen, die strengsten Regeln hinsichtlich der Ernährung vorzuschreiben.“ – Zeugnisse für die Gemeinde Bd. 9, S. 156.

Zur gleichen Zeit aber wurde ein weiterer Schritt vorhergesagt, der die Aufgabe von unpassenden Nahrungsbestandteilen erfordern würde.

„Alle, die über die schädlichen Wirkungen von Fleischspeisen, Tee, Bohnenkaffee, Leckerbissen und ungesunden Speisen belehrt wurden und den Entschluss fassten, einen Bund mit Gott zu machen, werden nicht fortfahren, bewusst ihr Verlangen nach ungesunder Nahrung zu befriedigen. Gott fordert, dass man solch Verlangen reinigt und Selbstverleugnung übt in Bezug auf Dinge, die nicht gut sind. Dies muss noch durchgeführt werden, ehe Gottes Volk als vollkommenes Volk vor ihm stehen kann.“ – Zeugnisse für die Gemeinde Bd. 9, S. 147. (1909.)

Heute, wo das Kommen Christi so nahe ist, glauben wir, dass wir eine Zeit erreicht haben, wo diejenigen, die einen Bund mit Gott beim Opfer gemacht haben, nicht mehr ihren Appetit nach Dingen nachgeben werden, die bekannterweise ungesund sind. Deshalb können die Halbbekehrten, die immer noch Fleisch essen wollen, nicht mit Gottes Volk der Übrigen verbunden werden. (Bewusst Essen, Nr. 655), denn Gott verlangt, „die strengsten Regeln hinsichtlich der Ernährung vorzuschreiben.“ – (Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 9, S. 156.)

Fortschrittliche Gesundheitsreform

„Die Gesundheitsreform sollte fortschreitend sein. So wie die Krankheiten unter den Tieren zunehmen, wird auch der Gebrauch von Milch und Eiern immer unsicherer. Wir sollten uns bemühen, Ersatz für diese Dinge zu suchen, die gesund und nicht zu teuer sind. Die Leute sollten belehrt werden, wie sie, so weit es möglich ist, ohne Milch und Eier kochen und ihre Nahrung doch gesund und schmackhaft zubereiten können.“ – Counsels on Diet and Foods, p. 365.

Während die Krankheiten unter den Tieren im Verhältnis zu der Bosheit der Menschen zunehmen, ist es augenscheinlich, dass die Verwendung von tierischen Produkten nicht mehr sicher ist.

„Die Essensreform muss stufenweise entwickelt werden. Lehrt die Leute, wie sie Speisen ohne Milch und Butter zubereiten können. Sagt ihnen, dass bald die Zeit kommt, da der Genuss von Eiern, Milch, Sahne oder Butter nicht mehr sicher ist, da die Krankheiten unter den Tieren in dem Maße zunehmen wie die Bosheit unter den Menschen. Die Zeit ist nahe, da alle Tiere der Schöpfung wegen der Bosheit des gefallenen Menschengeschlechts unter Krankheiten, dem Fluch unsrer Erde, seufzen werden.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 7, S. 130. 131.

Die Wiederherstellung der ursprünglichen Ernährung

Am Anfang der Welt, vor dem Sündenfall, sagte Gott zu unseren ersten Eltern Folgendes:
„Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.“ (1. Mose 1, 29.)

„Getreide, Früchte, Nüsse und Gemüse bilden die von unserem Schöpfer für uns gewählte Diät.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 300.

„Wenn Fleischspeisen aufgegeben werden, so sollten an deren Stelle verschiedene Getreide, Nüsse, Gemüse und Früchte treten, welche nahrhaft und einladend sind.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 322.

„Immer wieder ist mir gezeigt worden, dass Gott bemüht ist, uns Schritt für Schritt zu seinem ursprünglichen Plan zurückzuführen, dass sich der Mensch allein von den natürlichen Produkten der Erde ernähren soll.“ – Bewusst Essen S. 171, Nr. 648.

„Strengstens ausgelebte sittliche Grundsätze werden zum einzigen Schutz der Seele. Wenn es je eine Zeit gab, in der die Kost so einfach wie möglich sein sollte, so ist es die heutige. Unseren Kindern sollten wir kein Fleisch vorsetzen; denn der Einfluss der Fleischnahrung erregt und stärkt die niederen Leidenschaften, ja er ist sogar imstande, die sittlichen Kräfte abzutöten. Getreidespeisen und Früchte, ohne Fett zubereitet und in möglichst natürlichem Zustand belassen, sollte die Nahrung sein, die von denen bevorzugt wird, die sich auf die Verwandlung für den Himmel vorbereiten. Je leichter die Kost ist, umso besser können die Leidenschaften beherrscht werden. Es darf niemals in Betracht kommen, den Appetit ohne Rücksicht auf die körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu befriedigen.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 2, S. 349.

Diejenigen, die darauf beharren, dass das Fleischessen in der Bibel nicht verboten ist, auch wenn es missbilligt wird (Sprüche 23, 20; Römer 14, 21; vgl. Jakobus 4, 17), sollten verstehen, dass es nicht „von Anfang an so war“ (Matthäus 19, 8), dass es auch nicht so bleiben wird, wenn das Werk der Wiederherstellung vollendet (Apostelgeschichte 3, 21) und alles neu gemacht wird (Offenbarung 21, 5).

„In der Zeit des Endes soll jede göttliche Verordnung wieder eingesetzt werden.“ – Propheten und Könige, S. 477.

Im Reich der Herrlichkeit

Auf der neuen Erde werden nach der Vernichtung der Gottlosen, sogar die fleischfressenden Tiere zu pflanzenfressenden, so wie es am Anfang war. 1. Mose 1, 30; Jesaja 11, 6-9; 65, 25; Hesekiel 47, 12.

Der Umgang mit Krankheiten

Durch die Schöpfung (1. Mose 1, 27; 2, 7) und durch die Erlösung (1. Korinther 6, 19, 20) sind wir Gottes Eigentum. Der Mensch wurde nach Gottes Ebenbild aus Erde geformt. Dieser lebendige Organismus besteht aus drei Bestandteilen – Körper, Seele und Geist – die bestimmten Naturgesetzen unterstehen. Es ist Gottes Plan, sie in heiligem und untadeligem Zustand zu erhalten. 1. Thessalonicher 5, 23. Jeder Einzelne sollte über das Wissen verfügen, wie er für seinen Körper – Gottes Tempel – sorgen muss. Leben und Gesundheit sind Gottes Gaben an uns.

Wenn unser Körper missbraucht wird, ist Krankheit die Folge. In einem solchen Fall sollte die Ursache festgestellt, das schädliche Umfeld verändert und falsche Gewohnheiten korrigiert werden. Dadurch wird der Natur geholfen werden, die Gifte zu beseitigen und das Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen. Sowohl zur Vermeidung, als auch zur Behandlung bereits bestehender Krankheiten besteht die beste Methode darin, die natürlichen Heilmittel anzuwenden, die uns von Gott gegeben wurden, wie beispielsweise: Diät, Hygiene, reine Luft, Sonnenlicht, Mäßigkeit, Ruhe, Bewegung, Wasser, Kräuter, Lehm und der Glaube an die göttliche Kraft. 1. Mose 1, 29; 3, 18; 2. Petrus 1, 6; Markus 6, 31; 1. Mose 2, 15: 2. Könige 5, 10. 14; 20, 7; Johannes 9, 6. 7; Psalm 103, 2. 3; Matthäus 8, 5-13; Markus 5, 25-34; Lukas 5, 20. 24. 25; Psalm 104, 14.

„Zu manchem ehemals Verzweifelten, der geheilt worden war, sagte Jesus: ‚Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.’ (Johannes 5, 14.) Auf diese Weise lehrte er, dass Krankheit die Folge der Übertretung des göttlichen Gesetzes ist, und zwar sowohl des für die Natur als auch des für das geistliche Leben geltenden Gesetzes. Das große Elend in der Welt bestünde nicht, wenn die Menschen nur in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Schöpfers lebten.“ – Das Leben Jesu, 827. 828.

„Viele würden gesunden, ohne auch nur ein Körnchen Medizin zu nehmen, wenn sie die Gesundheitsgesetze auslebten. Medikamente müssten selten verwendet werden.“ – Medical Ministry, p. 259.

„Wir verwerfen giftige Medizin gemäß der ‚Zeugnisse‘ und sind gegen jede Impfung“, wie in den Glaubensgrundsätzen der STA Reformationsbewegung geschrieben steht. Dies wird wie folgt erklärt:

Der Rat des Anwendens von natürlichen, vorbeugenden Heilmethoden sollten nicht mit akuten Gesundheitsproblemen verwechselt werden. Notfälle sollten von professionellen Medizinern behandelt werden. Lasst uns die Warnung beachten:

„Ich will meine Stimme gegen die Neulinge erheben, die es wagen, Krankheiten angeblich nach der Gesundheitsreform zu behandeln. Gott verhüte, dass wir für sie Versuchsobjekte abgeben!“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 2, S. 370. 371.

Der Hauptgrund, warum uns der Herr das Licht der Gesundheitsreform gesandt hat, ist der, dass wir seit 1844 im großen Versöhnungstag (Daniel 8, 14) leben, in dem unser Körper als „ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist“ Gott dargebracht werden soll. (Römer 12, 1.)

„Die Ärzte sollten den Gebrauch von Arzneimitteln eher eindämmen, statt ihn auszuweiten. Als Dr. A. zur Gesundheits-Rehabilitationsabteilung kam, legte sie all ihr Wissen über Hygiene beiseite, und verabreichte für fast jedes Leiden kleine Arzneimitteldosen. Das war gegen die von Gott geschenkte Erkenntnis. Außerdem verwirrte es unsere Glieder, die unterwiesen worden waren, auf Arzneimittel in jeder Form zu verzichten.“ – SM 2 : 281.

Kleidung und Kosmetik

Weil Gott die Gesundheit des ganzen Menschen im Auge hat, sind alle Kleidungsartikel, die einen bestimmten nachteiligen Einfluss auf unsere Gesundheit ausüben deutlich im Worte Gottes verboten. Z. B. Kleidung, die freies Atemholen verhindert, die Deformierung der Wirbelsäule oder anderer Körperteile verursacht, auch ungesunde Chemikalien, die oft auf der Haut angwandt werden, wie Kosmetika und solche, die beim Haare färben verwendet werden. 2. Mose 15, 26.

Gesunde Kleidung

„Um die gesündeste Kleidung zu sichern, müssen die Bedürfnisse eines jeden Körperteiles sorgfältig beachtet werden. Das Klima, die Umgebung, der Gesundheitszustand, Alter und Beschäftigung müssen alle in Betracht gezogen werden. Jeder Teil der Kleidung sollte bequem sitzen und weder den Blutumlauf noch eine freie, volle, natürliche Atmung behindern. Alles was man trägt sollte so lose sein, dass die Kleidung sich mithebt, wenn man die Arme in die Höhe streckt.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 297.

„Das Ausmaß der Leiden, die bei Frauen durch ungesunde Kleidung verursacht werden, kann gar nicht richtig eingeschätzt werden. Viele wurden dadurch, dass sie den Forderungen der Mode nachgegeben haben, zu lebenslangen Invaliden. Gesundheit und Leben wurden diesem unersättlichen Götzen geopfert. Viele scheinen zu denken, sie hätten das Recht, mit ihrem Körper umzugehen, wie es ihnen gefällt; dabei vergessen sie aber, dass ihr Körper nicht ihr Eigentum ist. Der Schöpfer, von dem sie gebildet wurden, hat Forderungen an sie, die sie nicht einfach beiseite schieben können. Jede unnötige Übertretung der Gesetze, denen unser Wesen unterworfen ist, ist in Wirklichkeit eine Übertretung des Gesetzes Gottes, und damit eine Sünde in den Augen des Himmels. Der Schöpfer wusste, wie er den menschlichen Körper formen sollte. Er musste nicht die Modeschöpfer in Bezug auf ihre Ideen von Schönheit befragen. Gott, der alles Schöne und Herrliche in der Natur erschaffen hat, verstand, wie er den menschlichen Körper schön und gesund machen konnte. Die modernen Verbesserungen an seinem Plan sind eine Beleidigung für den Schöpfer. Sie entstellen das, was er vollkommen erschaffen hat.“ – Christian Temperance and Bible Hygiene, S. 87. 88.

„Viele, die vorgeben an die Zeugnisse zu glauben, vernachlässigen das verliehene Licht. Die Kleiderreform wird von vielen sehr gleichgültig behandelt, von andern sogar mit Verachtung, weil sie ein Kreuz einschließt. Ich danke Gott für dieses Kreuz. Genau das benötigen wir, um Gottes Volk, das die Gebote hält, von der Welt zu unterscheiden und zu trennen. Die Kleiderreform stellt für uns das dar, was für das alte Israel die blauen Schnüre und Quasten an ihren Kleidern waren. Die Hochmütigen und jene, welche die heilige Wahrheit nicht lieben, die sie von der Welt trennt, werden dies durch ihre Werke zeigen. Gott hat uns in seiner Vorsehung die Erkenntnis über die Gesundheitsreform geschenkt, damit wir sie in ihrem ganzen Umfang verstehen, dem Licht folgen und durch richtiges Verhalten Gesundheit besitzen und Gott verherrlichen und andern ein Segen sein können.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 3, S. 183.