Die Ehe

Gott sah, dass es nicht gut für den Menschen war, allein zu sein. 1. Mose 2, 18. Deshalb setzte er die Ehe als eine Einrichtung ein und verkündete das Gesetz der Ehe allen Kindern Adams bis zum Ende der Zeit. Gott selbst gab Adam eine Frau als Begleiterin. „Er verordnete, dass Männer und Frauen in dem heiligen Ehestand verbunden sein sollten, um Familien zu gründen, deren Glieder mit Ehre gekrönt als Glieder der himmlischen Familie anerkannt werden sollten.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 362.

Nach Gottes Plan sollte in der ehelichen Beziehung der Mann seine Frau als zweites Ich betrachten, als „Bein von seinem Bein und Fleisch von seinem Fleisch“ 1. Mose 2, 18. 23. 24; Markus 10, 6-8; Epheser 5, 28. 29; Kolosser 3, 19.

Obwohl die Ehe durch die Sünde degradiert wurde, soll diese göttliche Einrichtung vor Christi Wiederkunft unter Gottes Volk wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Apostelgeschichte 3, 20. 21; Markus 10, 5-9.

Wenn die Ehe nach Gottes Willen geführt wird:

a. bewahrt sie die sittliche Reinheit von Mann und Frau und sichert das Glück der Menschheit. Hebräer 13, 4; 1. Korinther 7, 2-9; Psalm 128, 1-6; Sprüche 5, 18; 31, 10-31.

b. sichert sie die sozialen Bedürfnisse des Menschen. 1. Mose 2, 18.

c. erhebt sie die körperliche, geistige und moralische Natur der menschlichen Wesen. Sprüche 18, 22; 19, 14; 1. Petrus 3, 1. 7.

d. sichert sie das Überleben und die Vermehrung der menschlichen Rasse in einer sittlichen und gesunden Art und Weise. 1. Mose 1, 27. 28.

Es war von Anfang an Gottes Absicht, dass das Ehegelübde beide Seiten aneinander mit einem unauflöslichen Band „fürs Leben“ verbinden sollte. Matthäus 19, 6; Markus 10, 11. 12; Lukas 16, 18. Scheidung ist nicht im Einklang mit dem Willen Gottes. Maleachi 2, 14-16. Im Falle der Trennung, sollen sie bis zum Tod des Partners alleine bleiben oder sich wieder miteinander versöhnen. Römer 7, 1-3; 1. Korinther 7, 10-15. 39 (Matthäus 5, 32 und 19, 9 werden in anderen Veröffentlichungen erklärt, welche zeigen, dass diese beiden Verse Ehescheidung und Wiederheirat weder billigen noch verteidigen).

Christen sollten nur mit solchen, die den gleichen Glauben haben, in der Ehe vereinen. Die Ehe mit einem Ungläubigen (nicht Glied der Gemeinde) ist eine ernste Sünde, die eine Trennung von Christus bedeutet. 2. Mose 34, 12. 16; 5. Mose 7, 3. 4; Nehemia 13, 23-27; 2. Korinther 6, 14.

„Wie kannst du als Kind Gottes und durch Christi Blut erworbener Untertan seines Reiches dich mit jemandem verbinden, der Jesu Ansprüche nicht anerkennt und sich nicht von seinem Geiste leiten lässt? Die Gebote, die ich angeführt habe, sind nicht Menschen-, sondern Gotteswort. Wäre der Gefährte deiner Wahl auch in jeder anderen Hinsicht würdig (er ist es nicht), so hat er doch die Botschaft für unsere Zeit nicht angenommen. Er ist ungläubig, und dir hat der Himmel verboten, dich mit ihm zu verbinden. Du kannst dieses ausdrückliche Gebot nicht ohne Gefahr für deine Seele missachten.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 5, S. 382.

„Das jugendliche Gemüt umgibt die Ehe mit überschwänglicher Romantik, und es ist schwer, sich von der Vorstellung freizumachen, die die Einbildungskraft dem Gemüt eingeflößt hat. Ebenso schwer ist es, dem Verstand die bedeutende Verantwortung einzuprägen, die ein Ehegelübde in sich schließt. Dieses Gelübde verknüpft die Geschicke zweier Menschen durch Bande, die nur durch den Tod getrennt werden sollten.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 4, S. 550.

Obwohl Polygamie (Vielehe) in alttestamentlichen Zeiten entgegen Gottes Absicht toleriert wurde, werden im christlichen Zeitalter nur monogame Ehen (Einehe) akzeptiert. 1. Korinther 7, 2; Epheser 5, 23. 33; Matthäus 19, 4-6; Maleachi 2, 15.

„Sehr früh wurde die Vielehe üblich. Sie gehörte zu den Sünden, die den Zorn Gottes über die vorsintflutliche Welt herabriefen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 313.

Die eheliche Beziehung veranschaulicht die Einheit, die zwischen Christus und seiner Gemeinde besteht. Jesaja 54, 4. 5; Jeremia 3, 14. Epheser 5, 24-28; Hosea 2, 21. 22.

„Gott stiftete die erste Ehe. Der Schöpfer des Weltalls wurde auch der Urheber dieser Einrichtung. ‚Die Ehe soll in Ehren gehalten werden.’ (Hebräer 13, 4.) [Der folgende Satz ist nach dem englischen Original zitiert.] Sie war eine der ersten Gaben Gottes an den Menschen, und sie ist eine der beiden Einrichtungen, die Adam nach dem Sündenfall mit aus dem Paradies nahm. Wer die göttlichen Grundsätze in der Ehe anerkennt und beobachtet, für den wird sie zum Segen. Sie hütet die Reinheit und das Glück des Menschengeschlechts. Sie sorgt für die geselligen Bedürfnisse und veredelt seine leibliche, geistige und sittliche Natur.“ – Patriarchen und Propheten, S. 22.

„Das Familienband ist das festeste, das zärtlichste und heiligste irgendeiner Verbindung auf Erden. Es war dazu bestimmt, ein Segen für die Menschheit zu sein. Und es dient zum Segen, wenn man in der Furcht Gottes und mit richtiger Erkenntnis für seine Verantwortlichkeit in den Ehebund eintritt.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 362. 363.

Grundvoraussetzungen

„Junge Männer und Frauen sollten, ehe sie die Verantwortlichkeiten übernehmen, die in der Ehe eingeschlossen sind, eine praktische Lebenserfahrung haben, die sie für ihre Pflichten und Lasten vorbereitet. Vom frühen Heiraten sollte man abraten. Eine so wichtige Verbindung wie die Ehe und so weitreichend in ihren Folgen, sollte nicht eilig ohne genügende Vorbereitung eingegangen werden und nicht, ehe die geistigen und körperlichen Kräfte gut entwickelt sind.

Beide Teile mögen keinen weltlichen Reichtum besitzen, aber sie sollten den viel größeren Segen einer guten Gesundheit haben. In den meisten Fällen sollte kein großer Altersunterschied herrschen. Eine Vernachlässigung dieser Regel kann eine ernste Schädigung der Gesundheit des Jüngeren zur Folge haben; und oft werden die Kinder der geistigen und körperlichen Kräfte beraubt. Sie können von alten Eltern nicht die Fürsorge und Gesellschaft empfangen, welche ihr junges Leben erfordert. Der Tod beraubt sie vielleicht des Vaters oder der Mutter zu einer Zeit, wo sie ihrer Liebe und ihrer Leitung am meisten bedürfen.

Nur in Christo kann man sicher den Bund der Ehe eingehen. Menschliche Liebe sollte ihr festes Band von der göttlichen Liebe empfangen. Nur wo Christus regiert, kann eine tiefe, wahre selbstlose Zuneigung bestehen.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 363. 364.

Ein heiliger Kreis

„Obgleich Schwierigkeiten, Verwicklungen und Entmutigungen entstehen mögen, sollten weder der Mann noch die Frau den Gedanken hegen, dass ihre Verbindung ein Fehler oder eine Enttäuschung sei. Fasst den Entschluss, einer dem anderen alles zu sein. Erweist einander dieselbe Aufmerksamkeit wie am Anfang. Einer ermutige den anderen auf jede Weise, den Kampf des Lebens auszufechten. Denkt darüber nach, wie einer des anderen Glück fördern kann. Lasst gegenseitige Liebe und Ertragen herrschen. Dann wird die Ehe, anstatt das Ende der Liebe, der Anfang der Liebe sein. Die Wärme wahrer Freundschaft, die Liebe, welche Herz mit Herz verbindet, ist ein Vorgeschmack himmlischer Freuden.“ (In den Fußspuren des großen Arztes, S. 366. 367.)

Reinheit und Glück

„Aber um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann.“ (1. Korinther 7, 2.)

„Die Ehe ist ein Segen, sie hütet die Reinheit und das Glück des Menschengeschlechts.“ – Patriarchen und Propheten, S. 22.

„Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten.“ (Hebräer 13, 4.)

Jeder Christ sollte die Richtlinien in der Bibel und in den Zeugnissen sorgfältig beachten. 1. Korinther 6, 18; 7, 1-13. 27. 28. 39; Kolosser 3, 18. 19.

„Jede Familie ist von einem heiligen Kreis umgeben, welcher ungebrochen bleiben sollte. Kein anderer Mensch hat das Recht, in diesen Kreis zu treten. Weder der Mann noch die Frau sollten einem anderen erlauben, das Vertrauen zu teilen, welches ihnen ganz allein gehört.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 367.

„Vermeide die erste Annäherung zur Gefahr. Die Interessen der Seele können nicht leicht genommen werden. Dein Kapital ist dein Charakter. Hege ihn wie einen Goldschatz. Sittliche Reinheit, Selbstachtung und tatkräftiger Widerstand sind fortwährend und entschieden anzuwenden. Es sollte nicht eine Abweichung von der Zurückhaltung geben. Ein Akt der Vertraulichkeit, eine Unbesonnenheit, kann die Seele gefährden, die Tür zur Versuchung öffnen und die Kraft des Widerstandes brechen.“ – Adventist Home, p. 404.

„Wie sorgfältig sollte der Mann und Vater sein, seinem Ehegelübde treu zu sein… Hier vergessen sich viele. Die Gedanken ihres Herzens tragen nicht den reinen, heiligen Charakter, den Gott verlangt…“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 5, S. 624.

„Ich bin angewiesen worden, den verheirateten Männern zu sagen: Eure Zuneigung und euer Respekt gebührt euren Frauen, den Müttern eurer Kinder.“ – Adventist Home, p. 337.

„Wenn [unsere Schwestern] diese Haltung einnehmen [der Demut, Bescheidenheit und Zurückhaltung], werden sie nicht mit ungebührlicher Aufmerksamkeit von Männern innerhalb oder außerhalb der Gemeinde bedacht werden. Alle werden fühlen, dass diese gottesfürchtigen Frauen von einer Atmosphäre der Reinheit umgeben sind, die sie vor unerlaubten Freiheiten schützen.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 2, S. 449. 450.

„Viele Eltern trachten nicht nach Erkenntnis betreffs des ehelichen Lebens. Sie sind nicht wachsam, damit Satan sie nicht überliste und ihren Verstand und ihr Leben beherrsche. Sie erkennen nicht, dass Gott von ihnen erwartet, ihr Eheleben von jeglicher Ausschweifung freizuhalten. Nur sehr wenige empfinden, dass es zur religiösen Verantwortung gehört, die Leidenschaften zu bezwingen. Sie haben sich mit dem Gegenstand ihrer Wahl verheiratet und schlussfolgern, dass die Ehe die Zügellosigkeit der niederen Triebe rechtfertige. Sogar Männer und Frauen, die sich zur Frömmigkeit bekennen, lassen ihren wollüstigen Begierden die Zügel schießen und denken nicht daran, dass Gott sie für die unbeherrschte Verschwendung ihrer Lebenskraft, die den gesamten Organismus beeinträchtigt und schwächt, verantwortlich hält.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 2, S. 466.

„Diese bekenntlichen Christen… sollten die Resultate jedes Vorrechts der ehelichen Beziehung in Betracht ziehen und geheiligte Grundsätze sollten die Basis jeder Handlung sein. In sehr vielen Fällen haben Eltern… ihre ehelichen Vorrechte missbraucht und durch Befriedigung ihre niederen Leidenschaften gestärkt. Das Erlaubte im Übermaß zu genießen, macht es zu einer schweren Sünde.“ – The Adventist Home, S. 122.

„Indem der Mensch Christus als persönlichen Heiland annimmt, kommt er in das gleiche innige Verhältnis zu Gott und genießt die besondere Gunst, wie sein geliebter Sohn. Er wird geehrt und verherrlicht und hat ein enges Verhältnis mit Gott. Sein Leben wird durch Christus in Gott geborgen. Oh, welche Liebe, welch wunderbare Liebe! Das ist meine Belehrung über die sittliche Reinheit.“ – Manuscript Releases (MP 120. 1).

„Die Gnade Christi allein kann die Ehe zu dem machen, was sie nach dem Willen Gottes sein soll – eine Zelle, die der Menschheit Segen und Auftrieb verleiht. Solche Familien auf Erden stellen zusammen durch ihre Einigkeit, ihren Frieden und ihre Liebe die höhere, die himmlische Familie dar.“ – Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 75.

Sexuelle Unmoral

Alle unmoralischen sexuellen Praktiken wie Homosexualität, lesbische Liebe, Perversität, Blutschande und dergleichen werden in Gottes Wort als ein Gräuel bezeichnet. Römer 1, 26. 27; 1. Korinther 6, 9. 10; 3. Mose 18, 6-24; Judas 7.

DIE CHRISTLICHE FAMILIE

Nachdem er Adam und Eva geschaffen hatte, vereinigte sie Gott als Mann und Frau, segnete sie und sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und machet sie euch untertan.“ (1. Mose 1, 28.) Es war Gottes Absicht, dass die Erde mit Wesen, die nach seinem Bild geschaffen waren, bewohnt und mit Familien gefüllt wurde, die ihm Ehre brachten und Mitglieder der großen Familie im Himmel würden. Jesaja 45, 18; Epheser 3, 14. 15. Obwohl Gottes ursprüngliche Absicht als Folge der Sünde des Menschen vereitelt wurde, ist ihre schließliche Erfüllung sicher. Römer 8, 28; Offenbarung 21, 3. 5.

Die Familie ist das erste Glied der Gesellschaft. In der christlichen Familie wird Gott die höchste Anbetung gebracht. Er ist das Haupt, der Beschützer, der Führer und der Lehrer solcher Familien. Die christliche Familie ist die kleinste Einheit der Gemeinde Gottes auf Erden. Matthäus 18, 20. Die christliche Familie ist auch eine Schule, wo ihre Mitglieder sowohl Lehrer als auch Schüler sind, die ihr Wissen teilen und voneinander lernen. Das Wort Gottes sollte, zusammen mit dem Buch der Natur, die Haupt-Unterrichtsquelle in der Familienschule sein. Das Anliegen der Familie sollte es sein, ihre Schüler für die Nützlichkeit in diesem Leben und für den Eintritt in die himmlische Schule vorzubereiten. 5. Mose 6, 4-9; Psalm 128, 1-6.

Ein besonderes Werk der Wiederherstellung in der Familie ist für die Zeit vor Christi zweitem Kommen prophezeit. Maleachi 3, 23. 24.

Der Ehemann und Vater

Der christliche Ehemann, als Vater und Priester der Familie, ist ihr Beschützer, Lehrer, Führer und Ernährer. 1. Mose 3, 19; 1. Korinther 11, 3. Das ist die ihm von Gott zugewiesene Rolle. Er ist verantwortlich für das geistliche, geistige und körperliche Wohlergehen seiner Familie. Epheser 6, 4; 5, 28-31, 33; 1. Timotheus 5, 8; 1. Petrus 3, 7.

Gemeinsam mit seiner Frau soll er seinen Kindern beibringen, Gott zu lieben und ihm zu gehorchen. Er soll sie zur Nützlichkeit in diesem und dem zukünftigen Leben entsprechend den Anweisungen der Bibel erziehen. Als Priester der Familie ist der Vater der Hauptverantwortliche für die religiöse Unterweisung und Ausbildung seiner Kinder. Er ist auch derjenige, der morgens und abends die Andachten in der Familie leiten soll. 1. Mose 18, 19; 35, 2-4; Josua 24, 15; Kolosser 3, 21.

Die Ehefrau und Mutter

Die christliche Ehefrau ist als Mutter die wichtigste Lehrerin der Kinder, besonders in ihren ersten Lebensjahren. Sie hat eine große und wichtige Verantwortung, ihre Kinder nach den Anweisungen, die ihr im Wort Gottes gegeben wurden, heranzubilden und zu erziehen. Zusammen mit ihrem Mann ist sie für das geistliche, geistige und körperliche Wohlergehen der Kinder verantwortlich und soll in ihren Kindern einen gottähnlichen Charakter für Zeit und Ewigkeit entwickeln. Während der Vater das Band der Familie ist, ist die Mutter die Hausfrau. Sprüche 31, 10-31; Epheser 5, 22-24. 33; 1. Thessalonicher 5, 23; 1. Timotheus 5, 4; Titus 2, 4. 5.

Die Kinder in der Familie

Kinder sind das Erbe des Herrn. Psalm 127, 3-5; Sprüche 17, 6. Sie sind die Zukunft der Gesellschaft und der Gemeinde Gottes auf Erden. Sie sind den Vätern und Müttern mit dem Ziel anvertraut worden, sie auszubilden und zu erziehen, Mitglieder der himmlischen Familie und nützliche Mitglieder der Gesellschaft auf Erden, zu werden. Psalm 144, 12; Jesaja 8, 18. Kinder sollen lernen, ihre Eltern zu lieben, zu ehren, zu respektieren und ihnen zu gehorchen, so wie es sich im Herrn gebührt. 2. Mose 20, 12. Sie sollen auch lernen, Gott zu lieben und ihm zu gehorchen, sowie den Prediger, Lehrer, Leiter und alle, denen Gott Autorität verliehen hat, zu respektieren. Kinder sollen dazu erzogen und ermutigt werden, sich vorzubereiten, Gottes Mitarbeiter auf Erden zu werden, indem sie Gewerbe und/oder Berufe erlernen, die helfen können, sein Reich zu fördern und das Kommen Christi zu beschleunigen. 3. Mose 19, 32; 2. Könige 2, 23. 24; Psalm 78, 2-7; Sprüche 22, 6; Epheser 6, 1-3; Kolosser 3, 20.

„Gott schuf den Menschen zu seiner eigenen Verherrlichung, damit die menschliche Familie nach Prüfung und Bewährung mit der himmlischen Familie vereint werden könnte. Es war Gottes Absicht, den Himmel mit der menschlichen Familie neu zu bevölkern, wenn sie sich gegenüber einem jeden seiner Worte gehorsam erwiesen. Adam sollte geprüft werden, ob er wie die treuen Engel gehorsam oder ungehorsam sein würde.“ – Bibelkommentar, S. 10.

„In jener Zeit war der Vater zugleich Oberhaupt und Priester der Familie. Und er besaß auch noch Vollmacht über seine Kinder, wenn sie bereits eigene Familien hatten. Seine Kinder und Enkel wurden gelehrt, in Glaubensdingen wie in alltäglichen Angelegenheiten ihn als ihr Oberhaupt anzuerkennen. Diese patriarchalische Lebensform versuchte Abraham beizubehalten, weil sie die Gotteserkenntnis bewahren half. Es war wünschenswert, die Familienglieder fest zusammenzuschließen als Schutzwall gegen die weit verbreitete und tief eingewurzelte Abgötterei. Mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln bemühte er sich, seine Leute vor der Vermischung mit den Heiden zu schützen und sie deren abgöttische Gewohnheiten gar nicht sehen zu lassen. Er wusste, dass die Vertrautheit mit dem Bösen unmerklich die besten Grundsätze verdirbt. Sorgfältig hielt er deshalb jede Art falschen Glaubens von den Seinen fern und pflegte die Erinnerung an den lebendigen, anbetungswürdigen Gott, an seine Majestät und Herrlichkeit.“ – Patriarchen und Propheten, S. 120.

„Damit Eltern und Lehrer dieser Aufgabe gewachsen sind, müssen sie selbst „den Weg“ kennen, den das Kind einschlagen soll. Das umschließt mehr als nur Bücherweisheit. Es gehört alles dazu, was gut, kraftvoll, rechtschaffen und heilig ist. Erziehung umfasst Mäßigkeit, Frömmigkeit, brüderliches Wohlwollen, die Liebe zu Gott und die Liebe untereinander. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordert die körperliche, geistige, sittliche und religiöse Erziehung der Kinder besondere Aufmerksamkeit.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 3, S. 141.

„Der frühesten Erziehung des Kindes kann nicht zu viel Wichtigkeit beigelegt werden. Die in den ersten Jahren der Kindheit empfangenen Lehren und gebildeten Gewohnheiten üben einen größeren Einfluss auf die Bildung des Charakters und die Richtung des Lebens aus als alle Belehrungen und Unterweisungen späterer Jahre.“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 386.

„Mütter mögen viele Dinge gelernt haben, aber das wichtigste Wissen haben sie erst, wenn sie Christus als ihren persönlichen Heiland kennengelernt haben. Wenn Christus im Heim wohnt, wenn Mütter ihn zu ihrem Ratgeber gemacht haben, werden sie ihre Kinder von klein auf in den Grundsätzen echter Frömmigkeit erziehen.“ – Wie führe ich mein Kind?, S. 295.

„Der größte Beweis, der vor der Welt für die Kraft des Christentums abgelegt werden kann, ist eine wohlgeordnete, richtig erzogene Familie.“ – Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 4, S. 332.