Ruhe

Ruhe

„Besser nur eine Hand voll besitzen und Ruhe genießen, als viel Besitz zu haben und alle Hände voll zu tun.“ Prediger 4,6

Regelmäßige Ruhephasen gehören genauso zum Leben wie Aktivität. Gott hat uns Menschen sechs Tage zum Arbeiten gegeben. Den siebenten Tag hat er uns als wöchentlich wiederkehrenden Ruhetag geschenkt. Er wusste, dass wir diesen Tag der Gemeinschaft mit ihm, unserer Familie und unseren Mitmenschen brauchen. Das sind 24 Stunden, in denen wir ohne schlechtes Gewissen von unserer Arbeit und unseren Sorgen ruhen dürfen. Neben diesem wöchentlichen Ruhetag sind auch Ruheinseln im Alltag und der nächtliche Schlaf für die Gesundheit von Körper, Seele und Geist lebensnotwendig. Eine wichtige Voraussetzung für erholsamen Schlaf ist innerer Friede. Heutzutage ist das bei vielen Menschen nicht mehr gegeben. Jährlich werden mehr als 20 Millionen Packungen Schlafmittel verordnet und über 600 Mio. Schlaf- und Beruhigungstabletten verkauft. Die Gründe sind vielschichtig. Schul- oder Beziehungsprobleme, Mobbing, Stress, das Gefühl überflüssig oder nutzlos zu sein. Hass und Verbitterung, Schuldgefühle und Sinnlosigkeit belasten uns schwer. Jesus Christus möchte unsere seelische Lasten abnehmen: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ Matthäus 11,28

Wahre Erholung bedeutet nicht, vor dem Fernseher zu sitzen oder Computer zu spielen. Unsere Sinne werden heutzutage ohnehin von Reizen überflutet. Wie heilsam ist da für gestresste Stadtmenschen die Ruhe und Freiheit in der Natur. Fernab von blinkenden Leuchttafeln, pulsierenden Straßenkreuzungen und geschäftigen Menschenmassen finden wir in der Schönheit, Stille und dem Frieden der Natur die notwendige Ruhe für unseren Geist. Diese „Auszeiten“ gilt es sich ganz bewusst zu reservieren: Zeit für uns, Zeit für unseren Lebenspartner, Zeit für Gott – Zeit, in der Alltagssorgen und Probleme nichts verloren haben.